Posted by on 21. Februar 2018

12 Monate her

Bergbauaktiv Ruhrpott
Am Samstag, den 2. Oktober hatten wir Besuch von der Truppe 'Blaue GEsellen Velbert' die von unserem Team mit einem herzlichen Glückauf willkommen geheißen wurden. Natürlich ist der Name ',Blaue GEsellen' ⚽ Programm, denn die Knappen sind auf den Spuren unserer Vorfahren in den Stock und Scherenberger Erbstollen eingefahren und waren hellauf begeistert, doch liest selbst. Natürlich sind alle Fans jeglicher Vereinsfarben 🔵🟡🔴🟢⚫⚪ bei uns immer gern gesehene Gäste, also keine Scheu und kommt gerne mit eurer Truppe vorbei und erfahrt die Geschichte der industriellen Anfänge unseres geliebten Ruhrgebietes hautnah selbst - Glückauf! ⚒️ Erfahrungsbericht eines Befahrers: Stollenbegehung in Sprockhövel am 02.10.2021 "Da meint man, man hätte alles (fast alles) schon gesehen und dann DAS! Wir erreichten eine unscheinbar wirkenden Wiese irgendwo an der A43 bei Sprockhövel. Ein Zelt, ein "Bauwagen" eine Feuerstelle und ein paar einfache Sitzgelegenheiten. So einfach, so trist und doch irgendwie heimelich. Unsere "Stollenführer" wiesen uns Schutzkleidung zu. Danach wurde uns der Erbstollen "Stock und Scherenberg" vorgestellt. Ebenso der örtliche Bergbau von vor bis zu 300 Jahren. Eine kleine Sicherheitsbelehrung (nicht unbegründet, wie sich herausstellte) und einen kurzen Abriss was uns wohl erwarten würde bei der Begehung. Geschichten von Jahren der harten Arbeit für die Bergmänner der Geschichte, wie die der Mitglieder des Vereins zur Erhaltung dieser Stätte. Die Spannung stieg als die erste Gruppe "einfuhr". Na ja, meine Anke war jetzt im Berg, ich hatte Ruhe und hörte weiter interessiert zu. Dann ging es für uns auch hinein in die "Bergwelt" unserer Region. Im Wasser laufend, gebückt bei nass-kalter Luft aber wahnsinnig interessant, was es alles zu entdecken gab. Was die Menschen damals mit ihren primitiven Mitteln vollbrachten beeindruckte mich enorm, wenn gleich ich mit dem Arbeitsplatz nicht tauschen mochte. Fast 400 in den Berg und wieder zurück. Zwischendurch die erste Gruppe wieder entdeckt, Verlaufen war auch eher nicht möglich. Dann gab es noch ein Highlight, denn wir waren Gast zur wohl seltensten "Untertage-Lesung". Vortragender war kein Geringerer als Paul G. Recke, Sänger der "Die Kellergeister" (wie passend) und Autor verschiedener Bücher mit kurzweiligen Geschichten, Gedichten aus dem Leben, oder auch nicht... Jedenfalls hörten wir gespannt zu und nahmen die doch bizarre Situation jeder für sich stillschweigend auf. Wieder die Sonne zu sehen und frische Luft zu atmen kann doch eine echte Wonne sein, auch ohne ein Gramm Kohle gefördert zu haben. Danach gab es Würstchen und Nackensteaks vom Feuer. Bierchen, Apfelschorle und noch ein paar Zeilen vom Recke. Insgesamt war es ein riesig, tolles Erlebnis und eine kumpelhafte Stimmung, wie ich sie nicht annährend beschreiben könnte.Wir wünschen den Mitgliedern des Vereins zur Erhaltung des Stollens noch viele interessante Erlebnisse und allzeit ein GEselliges Dankeschön und Glück Auf!" Wir haben zu danken und immer wieder gerne, Glückauf Kumpels! ⚒️ ... Mehr sehenWeniger sehen
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1 Jahre her

Bergbauaktiv Ruhrpott
Rund um das Besucherbergwerk Stock und Scherenberg Nord (Bergbauaktiv Ruhr e.V. Edition 2021, Auf der Spur der Kohle Teil 8) Heute bei besten Wetter, sogar noch mit Sonnenschein, haben wir unsere Route geologisch aufnehmen lassen. Wir haben knappe 10 bis 12 km gemacht und dabei 5 Stunden gebraucht, sonst ist die Tour aber in 3 Stunden möglich. Pünktlich zum Ausgangspunkt hat es dann angefangen zu regnen. Diese Wanderung auf der Spur der Kohle hat einige Steigungen mit schönen Aussichten als auch spannende Bergbaugeschichte nebst lost place für Euch parat.Da zum Teil abseits bekannter Pfade, kann es etwas abenteuerlicher werden.Es geht hinauf auf den Höhenrücken des Kaisbergsandsteines und begegnen Steinbrüche, queren das Grubenfeld der Zeche Adolar/Barmen mit seiner Kleinbahntrasse und durchqueren das Tal zum Grubenfeld der Zeche Harmonie.Hier geht es nun direkt wieder zum nächsten Höhenrücken mit dem uralten verbrochenen Stollen im Flöz Neuflöz.Danach geht es wieder idyllisch hinauf entlang dem uralten Pingenzug dieser Zeche.Auf dem Höhenrücken kann man nun mit schönem Ausblick auf Bänken pausieren um wieder hinab zum Grubenfeld der Zeche Glückauf Hegermann und späteren Tiefbauzeche Elisabethenglück nebst lost place zu gelangen.Hier geht es entlang schöner geologischer Aufschlüsse alter Zeugnisse der Bergbau und Steinbruchindustrie wie der Tiefbauzeche Barmen und Ibachs Mühle entlang der Trasse der ehemaligen Kleinbahn Bossel-Blankenstein wieder zurück zum Startpunkt, dem Besucherbergwerk Stock- und Scherenberg. Weitere Informationen:Stock und Scherenberger Hauptgrube (Besucherbergwerk, nach Absprache Führungen) Weitere Informationen: Stock und Scherenberger Hauptgrube (Besucherbergwerk, nach Absprache Führungen) Bei der Stock und Scherenberger Hauptgrube handelt es sich um eine der ältesten Zechen des Ruhrgebiets und um die älteste, deren weitere Entwicklung kontinuierlich ablief. Die Anfänge lagen in der einfachen Abbauform des Kohlegrabens in kleinen Schächten (Pütten) im Gebiet von Sprockhövel-Scheven. Der Name der Zeche geht auf die beiden Güter "In den Stocken" und "Scherenberg" zurück, auf denen die beiden Inhaber-Familien saßen. Im Jahr 1547 wurde der gemeinsame Besitz aufgeteilt, darunter auch die Kohlengruben. Die eine Grube war "In den Dyckerdellen", die andere " In den Stocken". Dabei wurde aber festgelegt, dass der Kohleabbau weiterhin gemeinsam erfolgen sollte. In den folgenden Jahrzehnten wurden mehrere Abbaurechte an beide Familien verliehen, so dass die Rechtslage zunehmend strittig wurde. Erst im Jahr 1704 wurde die Situation durch einen Vergleich bereinigt. Die Flöze Feldgesbank und Eggerbank gehörten zur Stöcker Hauptgrube. Die Flöze Gertgesbank und Lehnbank unterhalb der Sohle des Stock und Scherenberger Erbstollens gehörten weiterhin zur gemeinschaftlichen Zeche. Die Zeche stieg in der Folgezeit zu einer der beiden größten Zechen des Ruhrgebiets auf. Ab 1746 wurde mit dem Vortrieb des Tiefen Stock und Scherenberger Erbstollens begonnen, der der Grube eine deutliche größere Abbautiefe gestattete. Ab 1790 erreichte der Schlehbuscher Erbstollen das Grubenfeld und löste damit den Tiefen Stock und Scherenberger Erbstollen ab. Ab 1821 wurde die Förderung aus den beiden Flözen zusammengelegt. Betriebene Schächte: Gerhard, Rosa, Concordia, Max, Carl, Felix, Jahn, Clara, Heinrich und Abraham. Ab 1845 wurde der Schacht Beust als Tiefbau- und Hauptförderschacht abgeteuft, der bis zum Ende der Bergbautätigkeit seine Bedeutung behalten sollte. 1846 wurde das Feld der stillgelegten Zeche Gabe Gottes übernommen. Im Jahr 1853 endet die zweigeteilte Geschichte der Stock und Scherenberger Gruben in der Konsolidation zur Zeche Vereinigte Stock und Scherenberg. gegründet: vor 1450 Verleihungen: 1637: an Cordt Stock1647 an Peter Scherenberg1649 an Cordt Stock1670 an Peter Stock1681 an Peter Scherenberg konsolidiert: Ver. Stock und Scherenberg (1796) max. Förderung: 12.000 t/a (1850) Zeche Harmonie Das Abbaurecht für die Zeche Harmonie wurde am 3. Juni 1760 verliehen. Zuerst ist das Feld Harmonie verliehen worden. Im Jahr 1824 kam es zu einer Konsolidation der Zechen Gottessegen, St. Melchior und Ver. Elisabeth. Im Jahr 1838 wurde ein Stollen am Plessbach in Betrieb genommen, 1939 Schacht Johann; die Schächte Caspar und Theodor kammen ab 1845 in Betrieb. Im Jahr 1873 wurde die Zeche nach einigen Jahren Stillstand in die neu gegründete Zeche Elisabethenglück einbezogen. Zeche Elisabethenglück Im Jahr 1808 wurde ein Mutung auf ein Steinkohlenflöz am Pleßbach in Witten-Durchholz eingelegt, deren Verleihung aber erst im Jahr 1841 folgte. Mit der Förderung wurde sogar erst um 1874 begonnen. Zu dieser Zeit fiel auch die Zeche Harmonie in den Besitz dieser Zeche. Um 1900 bereits fiel der Großteil des Feldes an die Zeche Ver. Adolar. Im Jahr 1919 kam mit der Kleinbahn von Bossel nach Steinenhaus auch ein Anschluss an das Eisenbahnnetz zustande. 1928 wurde der Rest der Zeche in Glückauf-Elisabeth umbenannt. Durch Konsolidation mehrerer Kleinzechen entstand 1933 erneut eine Zeche namens Elisabethenglück. Im Jahr 1935 wurde ein Tiefbauschacht am Pleßbachtal errichtet. Diese Zeche wurde bis 1962 betrieben. Zeche Vereinigte Glückauf & Hegermann Die Anfänge der Zeche Vereinigte Glückauf & Hegermann liegen in der Mutung der Zeche Hegermann im Plessbachtal im Jahr 1766. Über deren Betrieb ist allerdings wenig bekannt. Im Jahr 1847 konsolidierten die Zechen Hegermann und Ver. Glückauf zur neuen Zeche Ver. Glückauf & Hegermann. Es wurden zwei Schächte (Primus, Ludwig) betrieben. Im Jahr 1854 wurde vom Plessbach aus ein Stollen vorgetrieben; 1867 folgte ein weiterer Stollen. Im gleichen Jahr wurde der Schacht Gustav in Betrieb genommen, der 1876 bis auf 50 m unterhalb der Stollensohle verlängert wurde. Im Jahr 1885 waren die Kohlevorräte erschöpft und der Betrieb wurde eingestellt. Im Jahr 1901 fiel das Feld an die Zeche Blankenburg. Bossel-Blankensteiner Eisenbahn Die Kleinbahn wurde gebaut, um den Zechen im Bereich des Plessbaches einen Anschluss an die Eisenbahn von Hattingen nach Wichlinghausen und an die Ruhrtalbahn zu verschaffen. In dieser Funktion band sie die Zechen Kleine Windmühle, Elisabethenglück, Tinsbank, Cleverbank bzw. Plessbach, Ver. Hammerthal und Harmonie an. Die Zeche Barmen hatte einen eigenen Gleisanschluss. Die Wirtschaftlichkeit des Bahnbetriebs war natürlich hochgradig abhängig von der Ertragslage der angeschlossenen Zechen. So führte das Zechensterben im Jahr 1925 fast zur Einstellung des Bahnbetriebs. Eine kurze Blüte erfuhr die Bahnlinie in der Nachkriegszeit, als auf einigen der Zechen im Pleßbachtal noch einmal verstärkt Kohle abgebaut wurde. Mit dem Bau der A 43 kam 1968 aber das endgültige Aus für die Bahn - die Trasse wurde durch die Anschlussstelle Sprockhövel überbaut. Die Trasse ist in einigen Abschnitten noch gut erhalten und begehbar. Solche Abschnitte sind z.B. zwischen der Anschlussstelle der A43 Sprockhövel und Krünerstraße oder der Damm zwischen Bossel und Haßlinghauser Straße. Das Teilstück an der A43 sowie der nördliche Teil sind durch die Folgebebauung weitgehend überprägt. Im Bereich Steinenhaus erinnert noch der Straßenname Kleinbahnhof an die Bahn. Zeche Glückauf-Barmen / Barmen Die Zeche Glückauf-Barmen entstand im Jahr 1909 aus einer Konsolidation der Zechen Ver. Adolar, Sonderbank, Ver. Verborgenglück, Harmonie und anderen. Bis 1910 hieß sie Glückauf-Barmen, danach nur noch Barmen. Zur Förderung wurde der Schacht Rudolf betrieben. Im Jahr 1910 wurde die alte Schmalspurbahn zum Bahnhof Rennebaum durch den Anschluss an die neue Kleinbahn von Sprockhövel-Bossel nach Steinhausen ersetzt. Im Jahr 1913 waren fast 450 Bergleute auf dieser Zeche beschäftigt. Im Jahr 1921 wurde die Zeche in die Zeche Alte Haase konsolidiert. Glückauf! Q.: https://bergbauaktiv.de/wanderung-rund-um-das-forschungs-und-besucherbergwerk-stock-und-scherenberg-… ... Mehr sehenWeniger sehen
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